Twitter-Recruiting Teil 3: Active Sourcing

Die offensichtlichste und einfachste Möglichkeit Twitter fürs Recruiting zu nutzen, ist das Posten von Stellenausschreibungen. Weitere Möglichkeiten sind das Employer Branding und der Aufbau einer Talent Community, die vielleicht spannendste – und meist vernachlässigste – Möglichkeit ist jedoch das Active Sourcing. Dreh- und Angelpunkt sind dabei – ebenso wie beim allgemeinen Follower-Aufbau – die Twitter-Suchfunktionen und die Nutzung von Hashtags, gefolgt vom Anlegen und Durchsuchen von Twitter-Listen bis hin zu Direktnachrichten. Aber fangen wir mit den Hashtags an:

Twitter-Hashtags: Wer tagged, der wird gefunden

Durch die Verschlagwortung via Hashtags können Sie Twitter wie eine Suchmaschine nutzen, um nach relevanten Inhalten und Unterhaltungen im Zusammenhang mit Ihren Interessen zu suchen. Umgekehrt können andere Nutzer Sie bzw. Ihre Tweets finden, wenn diese entsprechend verschlagwortet sind. Nutzen Sie beim Posten von Stellenausschreibungen passende Hashtags wie #job #karriere #jobtitel #branche oder #ort.

Twitter Recruiting: Job-Tweets

Anders als bei anderen Tag-Funktionen können Twitter-Hashtags innerhalb des Posts genutzt werden – dies hat allerdings den Nachteil, dass Posts schnell unleserlich werden. Achten Sie daher darauf, möglichst wenige und kurze Hashtags zu verwenden. Mehr zum Thema Hashtag-Fehler finden Sie hier. Jetzt können Sie von Jobsuchenden gefunden werden, aber warum solange warten? Twitter bietet auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und passive Kandidaten zu finden sowie anzusprechen – und darum geht es ja schließlich in diesem Post!

Twitter-Suchfunktionen: Wer suchet, der findet

Die naheliegendste Möglichkeit über Twitter auf die Suche nach Talenten zu gehen, ist über das Einwerfen von entsprechenden Hashtags oder Keywords in den Twitter-Suchschlitz rechts oben. Übrigens: Um auf die Suche nach Influencern zu gehen, denen Sie folgen wollen, eignet sich auch die „Wem soll ich folgen?“-Funktion über den #-Entdecken-Tab links oben.

Twitter Recruiting entdecken

Beide Funktionen haben jedoch den Nachteil sehr undifferenzierte Ergebnisse zu liefern. Abhilfe schafft die „Erweiterte Suche“, die Sie nach dem Start einer Suchanfrage über den Suchschlitz erreichen. Dann erscheint rechts neben den Ergebnissen ein Rädchen über das sie ihre Suchanfrage speichern und via erweiterte Suche stark verfeinern können.

Twitter Recruiting Suchergebnisse

Und siehe da: Jetzt können Sie auch nach ganzen Sätzen suchen, Wörter ausschließen, Standorte und Sprachen wählen uvm.

Twitter Recruiting Erweiterte Suche

Auf der Suche nah einem UI Designer aus Berlin bin ich bspw. auf Cole Gillespie gestoßen, der sogar gerade auf der Suche nach einem neuen Job ist ;-) .

Twitter Recruiting Suchergebnis

Targeted Sourcing via Twitter-Listen und Direktnachrichten

Ich könnte Cole jetzt für eine spätere Kontaktaufnahme zunächst in einer Liste speichern. Listen, die Sie anlegen, können öffentlich oder nur für Sie sichtbar sein. Außerdem könnte ich in Coles öffentlichen Listen und/oder unter den Twitterati, denen er folgt, nach weiteren UI Designern suchen – die Chance, dass ich hier fündig werde, ist schließlich sehr hoch.

Twitter Recruiting Liste hinzufügen

Außerdem könnte ich Cole gleich antworten – da er seine Jobsuche selbst publik gemacht hat, ist das auch kein Problem. Bei passiven Kandidaten, die eine Anstellung haben, sollten sie jedoch auf öffentliche Tweets verzichten und den Twitter-Talenten zunächst folgen, um sie anschließend via Direktnachricht zu kontaktieren – diese sind nur für den jeweiligen Twitterati sichtbar.

Fazit

Am Ende unserer Blog Serie zum Thema Twitter Recruiting sollte deutlich geworden sein, dass Twitter zwar nicht die ausgefeilten Recruiting-Funktionen wie Xing oder LinkedIn offeriert, insbesondere auf der Suche nach hart umkämpften Fachkräften aus dem Medien- und IT-Bereich jedoch einen entscheidenden Vorteil hat: Sie können sich als offenes, modernes Unternehmen auf Augenhöhe präsentieren und agieren!

Weitere Twitter-Recruiting / Active Sourcing-Tipps

Zum Thema Verhaltenscodex beim Active Sourcing – nicht nur via Twitter – kann ich übrigens den Blog-Post von Wollmilchsau wärmstens empfehlen: 5 vermeidbare Fehler beim Active Sourcing. Einen sehr spannenden – allerdings auch etwas komplexeren – „Active Sourcing via Twitter“-Ansatz, der auf dem Konzept des Crowdsourcing und der Collective Intelligence basiert, verfolgt auch Jim Stroud von The Recruiters Lounge: How to get other people to source for you. In jedem Fall lesens- und erprobenswert! Für weitere Tipps sind wir natürlich immer offen und dankbar …

3 thoughts on “Twitter-Recruiting Teil 3: Active Sourcing

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